Liebe Mitglieder im Heimatverein,
in diesem Jahr feiern wir wieder ein Mühlenfest und zwar am 20.09. von 11 bis 18 Uhr. Dazu benötigen wir Unterstützung von unseren Mitgliedern.
Wer einen Kuchen spenden möchte, teilt uns das bitte als Antwort auf dieses Schreiben mit.
Wer bereit ist, uns für 1 - 2 Stunden an der Theke oder an einem Stand zu unterstützen, meldet sich bitte ebenfalls.
Wir freuen uns auf ein schönes Fest mit vielfältigen Begegnungen und Gesprächen. Weil wir seit einiger Zeit auch Veranstaltungen für Kinder (Mühlenkids) anbieten, haben für das Mühlenfest auch spezielle Angebote für Kinder vorbereitet.
Für Musik sorgt wieder das Jugendblasorchester. Die Zauberin Nicole, die viele Jahre in Vorhelm die Kita „Pusteblume“ geleitet hat, wird wird uns mit ihren magischen Kräften verzaubern. Die Korbflechter stellen aus und bieten Mitmachaktionen an.
Josef Rehbaum
Heimatverein Vorhelm
60 jähriges Priesterjubiläum
Ganz herzlich gratulieren wir Hermann Honermann zu seinem 60jährigen Priesterjubiläum. Er ist seit vielen Jahren nicht ohne Grund Ehrenmitglied in unserem Verein und hat sich als Vorhelmer Pastor und, wenn man das überhaupt so sagen kann, als Pastor im Ruhestand in besonderer Weise eingebracht. Vor allem geschichtliche Themen lagen und liegen ihm am Herzen. Er hat viele, viele Stunden in den Archiven in Warendorf, Münster oder Darfeld zugebracht und ist immer wieder auf bis dahin nicht bekannte Informationen gestoßen. Da er über seine Entdeckungen immer fleißig geschrieben hat, gibt es beispielsweise in unserem Mühlenarchiv eine Reihe von Büchern und Schriften, in denen er über unsere Ortsgeschichte berichtet. Er hat herausgefunden, dass Vorhelm viel älter ist als lange gedacht und dafür gesorgt, dass dem ältesten bekannten Vorhelmer Bürger Wulfbert vor der Kirche ein Denkmal gesetzt wurde. Augustin Wibbelt, unser weit über die Grenzen des Dorfes bekannter Vorhelmer, hat viele Gedichte geschrieben und Hermann Honermann hat viel über Geschichte geschrieben. In Anerkennung seiner Leistungen wurde ihm die Augustin Wibbelt-Plakette verliehen. Auch Augustin Wibbelt war Priester. Er hat das 60jährige Jubiläum mit 59 Jahren nicht ganz geschafft. Da freuen wir uns doch sehr, dass Hermann Honermann die 60 erreicht hat und dabei ist er auch noch immer aktiv. Er übernimmt Krankheits- und Urlaubsvertretungen und recherchiert und schreibt nach wie vor. Da kann man nur gratulieren und ihm und uns noch viele gemeinsame Jahre wünschen. Alles Gute!
Schönes Fest rund um den Maibaum
Der Maibaum auf dem Dorfplatz ist auch in diesem Jahr ein toller Blickfang in unserem Dorf. Das Aufstellen haben wir bei bestem Wetter wieder mit einem schönen Fest begleitet. Im Zeitungsartikel wird der Heimatverein leider nur mit folgender Zeile erwähnt: „... und schließlich auch der Heimatverein waren engagiert.“. Dazu möchte ich unbedingt noch eine Ergänzung machen. Der Heimatverein hat das Fest wie schon in den vergangenen Jahren organisiert, wesentlich unter der Federführung von Peter Fleuter. Es gab mehrere Vorbereitungstreffen und Genehmigungen wurden eingeholt, auf dem Dorfplatz wurde alles Notwendige für das Fest aufgebaut und vorbereitet und am Abend wurden eine Reihe von Ständen besetzt und schließlich am Vormittag des 1. Mai wieder abgebaut und gereinigt. Da gebührt den vielen Freiwilligen des Heimatvereins eine deutliche Erwähnung und ein ganz besonderes Dankeschön, denn ohne sie wäre ein solches Fest gar nicht möglich!
Mitglieder der Niederdeutschen Bühne Münster bei Heimatverein Vorhelm
Ein besonderer Vortrag beeindruckte die Besucher am Sonntag in der Alten Mühle Vorhelm. Für den Heimatverein hatte Ria Lüring als Ensemble-Mitglied der Niederdeutschen Bühne Münster ihre guten Kontakte dorthin genutzt und eine Plattdeutsche Lesung aus dem Buch "Niewweltieden" von Hans-Peter Boer organisiert.
Kathrin Henschel (Vorsitzende der Niederdeutschen Bühne), Monika Rappers, Franz Strukamp und Bernd Artmann versetzten die zahlreich erschienenen Zuhörerinnen und Zuhörer zurück in die Zeit vom Ende der 20er Jahre bis in die späten Nachkriegsjahre. Die Geschichten spielen allesamt in dem fiktiven Ort Roggenduorp im Münsterland und basieren auf den Schilderungen von Bürgern in Nottuln, die Boer dazu befragt hatte. So, wie in der Lesung vorgetragen, ist es damals wirklich gewesen, versichert er. Niewweltieden ist Familiensaga und Dorfchronik zugleich. In die geschlossene Welt des Ortes bricht zunehmend Neues ein: Neue Landmaschinen verändern die Arbeit, die Wirtschaftskrise tut das Ihre dazu, dass viele Menschen arbeitslos werden. Für viele liegt die Lösung nahe. Bald werden Hakenkreuzflaggen aufgezogen, Männer in braunen Uniformen spielen sich immer stärker in den Vordergrund und der jüdische Händler Mendel wird zunehmend ausgegrenzt und schließlich aus seinem Dorf vertrieben.
Heimatvereinsvorsitzender Josef Rehbaum bedankte sich sehr für den Vortrag. Wenn auch vieles über Abläufe in den dunklen „Nebelzeiten“ bekannt sei, so hätten Hans-Peter Boers Aufarbeitung der Dorfgeschichte durch Zeitzeugen und heute die sprachliche Kunst der Vorlesenden doch eine sichtbare Wirkung erzeugt.
Mitglieder der Niederdeutschen Bühne Münster in der Vorhelmer Mühle: Kathrin Henschel, Franz Strukamp, Bernd Artmann, Ria Lüring und Monika Rappers.


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